So lernen wir das Lesen


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Die Kinder lernen mit den Geschichten von der "Kleinen weißen Ente" das Lesen und Schreiben. Dieser Lehrgang ist als eine Erzählfibel konzipiert. Das bedeutet: Es werden Geschichten vorgelesen oder erzählt; und einzelne Wörter aus diesen Geschichten werden in eine Eigenfibel geschrieben. Das Ergebnis: Jedes Kind hat zum Ende des ersten Schuljahres seine eigene, individuelle Fibel.

Die 40 Vorlesegeschichten sind über ihren literarischen Aspekt hinaus das zentrale Medium in einem Unterricht, der von den Lebenswelten der Kinder ausgeht. Die Namen der Kinder und die Namen der Erzählfiguren sind die ersten Lesewörter. In Handlungssituationen, nicht im linearen Gleichschritt eines Lehrgangs, wird das Lesen gelernt. So wird der individuelle Lernprozess eines jeden Kindes herausgefordert und unterstützt.

Kretschmann schreibt dazu:

"Fibelautoren sind also immer in einem Interesse-Einfachheits-Dilemma
  • gestalten sie die Texte einfach, sind sie uninteressant
  • gestalten sie die Texte interessanter sind sie für viele Kinder zu schwierig.
In der Erzählfibel „Die kleine weiße Ente“ von Doris Mauthe Schonig u.a. wird dieses Dilemma auf elegante Weise umgangen.
  • der Leselehrgang beginnt nicht mit einem Lesetext
  • Er beginnt mit einer Geschichte.
Einer Geschichte, die den Kindern erzählt oder vorgelesen wird. Ohne auch nur einen Buchstaben lesen zu können, können die Kinder eintauchen in eine Bilder- Gefühls- und Märchenwelt. Sie können sich mit den Figuren identifizieren, sich mit ihnen freuen oder mit ihnen Angst haben.

Natürlich wird auch hier gelesen und geschrieben - LONI.

Aber nach dieser Geschichte ist das Schreiben und das Erlesen von LONI mehr als das Zusammenfügen von Buchstaben. Es ist das Wiederbeleben von Gefühlen und Phantasien - und genau das ist von den Fibelautoren beabsichtigt."


Pressestimme zum Buch und damit auch zum Leselehrgang:

"Hier lernen die Leseanfänger und -anfängerinnen die Buchstaben nicht isoliert, sondern im Zusammenhang reicher Erzählungen kennen. Die Entengeschichten sprechen kindliche Emotionen an, wecken Fantasie und Neugier - die Grundlage für ganzheitliches Lernen. Die ausführlichen didaktisch-methodischen Anregungen geben Sicherheit für die Umsetzung im Klassenraum. Die Planung reicht von Tipps zur Einrichtung der Lernumgebung über eine detaillierte Beschreibung der ersten Schulwochen bis zu begleitenden Liedern, die das Lernen zu einem kleinen Erlebnis werden lassen."


Grundschule 2/2001